Über mich

Ich wurde am 18.11.1968 in Berlin-Neukölln geboren. Ich bin heute also 48 Jahre alt und bin alleinerziehender Vater eines jetzt 15-jährigen Sohnes.

Meine gesamte Jugend verbrachte ich in Neukölln. Bis zu meinem 16. Lebensjahr in Britz und danach in Rudow. Ich besuchte die 24. Grundschule am Teltowkanal bis zur 6. Klasse und wechselte dann auf das Ernst-Abbe-Gymnasium in der Sonnenallee, dass ich 1987 mit Abitur abschloss.

Meine Eltern kamen aus sogenannten ‚kleinen Verhältnissen‘; mein Vater Michael war gelernter Herrenausstatter und arbeitete als Außendienstmitarbeiter für verschiedenen Lebensmittelhersteller. Meine Mutter Ingeborg als gelernte Notargehilfin fing nach der Elternzeit als Sekretärin in einer großen Baufirma wieder an zu arbeiten. Ich habe eine jüngere Schwester, Daniela.

Mich prägte sehr, dass ich in einem Teil Berlins lebte, der von drei Seiten von der Mauer umschlossen war. Mit meinem Hund ging ich fast täglich an dieser Mauer spazieren und dachte oft über diese willkürlich gezogene Grenze nach und wie die Menschen dahinter wohl lebten.

Ich hatte das große Glück, dass meine Eltern sehr großen Wert auf Bildung und Reisen legten. Trotz engen Familienbudgets gab es mindestens einmal im Jahr eine ‚große Reise‘ in die Ferien. Immer mit dem Auto nach Italien, Österreich, Frankreich oder in die Niederlande. Dies förderte schnell meine Sehnsucht für die Ferne und die Neugier auf andere Kulturen, Menschen und Lebensweisen.

Diese beiden Tatsachen, das Aufwachsen im Schatten der Mauer und das viele Reisen haben mich wohl auch zu einem überzeugten Europäer gemacht, als jemanden, der sich gegen Kleinstaaterei und für ein offenes, freies Europa einsetzt. Den Fall der Berliner Mauer im November 1989 konnte ich hautnah erleben. Spannend waren die Monate danach, wo ich ‚meine‘ Geburtsstadt ein zweites Mal entdecken durfte. Und für mich ist es Freiheit, dass ich vom Schwarzen Meer bis zur Irischen See und vom Nordkap bis nach Sizilien jederzeit frei reisen kann.

1987 begann ich mit meinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Berlin. Mich begeistert Technik und große Maschinen, so dass die Wahl diesen Studiengangs fast schon logisch war. Ich war der erste in meiner Familie, der studieren konnte und ich musste mir ein Großteil des Geldes für das Studium selber erarbeiten. So arbeitete ich parallel zum Studium und insbesondere in den Semesterferien als Bauhelfer, Wachmann, Barmann oder Bestatter.

Gleich nach der Wiedervereinigung bin ich noch 1990 nach Altglienicke in den ehemaligen Ostteils Berlins gezogen in den Bezirk Treptow. Dort bin ich auch 1992 in die SPD eingetreten. Warum? Meine Wohnstraße sollte nach Willen der Verwaltung zu einer Durchgangsstaße auch für den Schwerlastverkehr gemacht werden und die Anwohner haben sich natürlich dagegen gewehrt, auch weil es andere und einfachere Lösungen gegeben hätte. Eigentlich waren fast alle Parteien gegen diese Pläne, aber bei der SPD waren einfach die nettesten Menschen, deshalb trat ich nach der erfolgreichen Abwendung der Baupläne in die SPD ein.

Im Jahre 1999 hatte ich das große Glück, dass ich nach meinem Studium, im Rahmen meiner Promotion, als Austauschstudent ins Ausland durfte. Meine Uni, die TU Berlin hatte ein Austauschprogramm mit dem MAI, dem Moscow Aviation Institute, so dass ich insgesamt fast 12 Monate in Moskau erbringen durfte. Dies war ebenfalls ein prägendes Erlebnis für mich. Russland in Zeiten der Wandlung von einem kommunistischen Land in ein turbokapitalisisches System zu sehen mit all seiner (aufkommenden) Pracht und gleichzeitig dem in dessen Schatten sich entwickelnden Elends, haben mir gezeigt, dass es neben einer starken Wirtschaft auch einen starken Staat als Regulativ geben muss.

In Moskau lernte ich auch Natalia kennen, eine Kommilitonin vom MAI. Im Oktober 2000 heirateten wir in Berlin, ich brach meine Promotion ab und ich fing an als IT-Berater für eine mittelständische Unternehmensberatung mit Sitz in Norwegen zu arbeiten. 2002 wechselte ich als Business Manager zur größten technischen Unternehmensberatung Europas. Kurz danach im Juni 2002 wurde mein Sohn Gregory geboren. Und wiederum änderte sich der Blick auf die Welt für mich.

Schnell wurde ich in der SPD sehr aktiv. 1994 wurde ich Juso Vorsitzender im Bezirk Treptow und Mitglied im Landesvorstand der Berliner Jusos. 1996 wurde ich das erste Mal in die Bezirksverordnetenversammlung gewählt und blieb dort bis zu meinem Wegzug 2004 nach zweimaliger Wiederwahl. Ich war Mitglied im geschäftsführenden Bezirksvorstandes und für 2 Jahre arbeitete ich als studentischer Mitarbeiter für die Bundestagsabgeordneten Siegfried W. Scheffler und Prof. Nils Diederich.

Ab Juli 2003 wurde mir von meiner Firma die Verantwortung für die Niederlassung in Bremen übertragen. Anfang 2004 zog die ganze Familie nach und wir siedelten uns in Buxtehude an. Mein ehemaliger Chef trägt daran einen gehörigen Anteil. Er organisierte mir bei meinem ersten Besuch hier ein Zimmer im Hotel zur Mühle direkt am Fleth und ich war sofort in diese pittoreske Stadt verliebt.

Bis etwa 2010 ruhte meine politische Arbeit. Wie so viele junge Menschen stehen dann Familie und Beruf im Vordergrund. 2007 erfolgte die Trennung von meiner Ehefrau und 2008 die Scheidung. Seitdem bin ich Alleinerziehend mit meinem Sohn Gregory. Ich lernte die Schwierigkeiten kennen, die Alleinerziehende haben, insbesondere mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ab Januar 2010 wechselte ich als Angestellter zur Bundesagentur für Arbeit und arbeite seit dem im Jobcenter in Buxtehude als Arbeitsvermittler. Dieser Job im öffentlichen Dienst mit einem Arbeitsweg von nur 5 Minuten täglich ermöglichte mir auch wieder mich viel mehr einzubringen z.B. im Sportverein oder wieder in der Politik.

Seit 2014 bin ich Ortsvereinsvorsitzender der SPD Buxtehude und seit November 2016 Ratsherr der Hansestadt Buxtehude. Ich habe mich sehr über das überwältigende Votum zur Nominierung zu Landtagskandidaten gefreut, denn mich einbringen zu können für meinen Wohnort, für meine Region ist für mich eine Herzensangelegenheit!